Frauenpower

Das Fähnlein der 13 Aufrechten traf sich im Stall im „Adlisberg“, corona-conform und erwartungsvoll. Immerhin hatte ich die Erwartungen mit dem Versprechen angeheizt, zwei zwar unterschiedliche, aber in ihrem Wirken ähnlich Powerfrauen begrüssen zu dürfen.

Stefanie Clementine Braun, siehe Google, ein Münchner Madl mit perfektem Hochdeutsch berichtete aus ihrem beruflichen Alltag und vom Leid der Kulturschaffenden und wie sie sich in den letzten 6 bis 7 Monaten in „Bewegung“ gehalten hat. Sie ist die Attraktion des bereits von mir erwähnten „Wiener Abends“ am Freitag, den 23.10.20 (Flyer). Leider hatte sie nicht den ganzen Mittag Zeit, aber sie hat versprochen, uns erneut zu besuchen.

Manuela Leonhard, die Assistentin der Stadtpräsidentin, 4-fache Mutter, ehemalige Swissair-Flightatendant, Beizerstochter und die beste Werbeträgerin der Stadt Zürich, erzählte, wie sie mit ihrem Engagement in den „Social Medias“ auch die Hochglanz-Magazine auf sich aufmerksam gemacht hat, zu Vorträgen und Referaten eingeladen wird, und sich total wohl fühlt in ihrer Umgebung und in ihren Aufgaben, deren Kern-Projekt sie im „Schutz“ der Stadtpräsidentin sieht, diese entlasten, wo es geht. Ob Corinne Mauch nochmals kandidieren wird konnte oder wollte sie uns nicht verraten.

Die beiden Ladies verstanden sich blendend – kein Wunder! – und durften von mir je ein Buch von Thomas Renggli „die Schweiz steht still“ entgegen nehmen, das der Autor, selber als Gast anwesend, persönlich und individuell signierte.

Weitere Traktanden unter anderem die Ferienerlebnisse, die damit verbunden Erfahrungen mit dem Umgang des Auslands in bezug auf Corona, unser Gala-Abend im November, der zum internen Abschluss-Essen zurückgestuft werden musste, der erwähnte Wiener Abend und der amerikanische Wahlkrampf zweier Kandidaten im High-Risk-Age. Macht uns Aktiven im Unruhestand doch Mut, oder (?) – dass es jederzeit passieren kann, in ein hohes Amt gewählt zu werden.

Die Anmeldung zum Abschluss-Abend ist offen. Es würde uns, den Vorstand, freuen, so viele wie möglich zu dieser Einladung begrüssen zu dürfen, um damit die Möglichkeit zu bekommen, im Namen des Businessclub Loorenkopf, zu danken, für Vieles, aber vor allem dafür, dass ihr uns erhalten bliebt.

Das Stadthaus Zürich

Das Stadthaus von seiner intimeren Seite, das war es, das wir erleben durften. Im Normalfall kennt man es von der Schalterhalle oder vom Standesamt – oder vom Scheidungszimmer, ganz sicher vom Amt, wo man die Todesfälle zu melden und zu organisieren hat.

Das Stadthaus hat verschiedene Zentren, von verschiedenen Zeiten, das letzte wurde bei der grossen Eingemeindung der Quartiere nötig, etwas von 58 Millionen habe ich gehört, aber die Détails bitte ich euch, selbst zu googeln – kann sehr interessant sein.

Natürlich war der Abschluss im Reich von Manuela Leonhard, im Vorzimmer der Stadtpräsidentin, ihr Apéro der Höhepunkt, aber eigentlich war dies der Ausblick von der Dachterrasse auf die sonnenbeschienene Stadt, die Limmat und die Altststadt bis über den Zürichsee…

Hatten wir es im Stadthaus unterhaltsam, informativ und überraschend, wartete in der „Bottega di Mario“ der wahre Höhepunkt noch auf uns. Eine Feuerwerk an Esprit, Humor und geistreicher Scharmützel, an dem wir gleichermassen Akteure und Publikum waren. Ich weiss nicht mehr ganz genau, wie spät es war, als wir aufbrachen, aber schlimm kann es nicht gewesen sein, die Trams verkehrten noch. Nun, meine Vespa fand den Weg in den Stall allein, wie schon oft.

Wir sehen uns im Oktober, bitte den 15.10.20 ab 11.30 h reservieren, wir haben hohe Gäste.

Die Schweiz steht still

Das Buch „Die Schweiz steht still“ von Thomas Renggli, Journalist und Autor, ehemaliger Junior des FC Witikon und Hardcore FCZ-Fan, aber auch Kommunikations-Beauftragter von Sepp Blatter in den letzten 5 Jahren während den ganzen FIFA-Turbulenzen – war unser wunderbares Thema am Lunch im sonnenüberflutenen „Adlisberg“.

Witzig und zugleich ernsthaft schilderte Thomas Renggli seine im Buch zu Wort gekommenen „Helden“ der Corona-Zeit, so auch Sepp Blatter zum Thema „Kriegsangst oder Angst vor Corona, der sich die Ehre gab, uns beim Apéro Gesellschaft zu leisten.

Bevor er uns verlassen musste, signierte er geduldig die Bücher von Thomas Renggli, und diese willkommene Gelegenheit wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen.

Ein weiterer Special-Guest beehrte uns im Status eines „Schnupperers“, Dr. med. Florian Götze von www.360grad.ch, dem Kinderwunsch-Zentrum Zürich, wo Eizellen auf Eis gelegt werden, um sie zum gegebenen Zeitpunkt befruchten zu lassen. Es ist wohl das beste, wenn man sich auf der erwähnten Homepage selber etwas umsieht, zu komplex ist das Thema, auch dass Kinderlosigkeit von der WHO neuerdings als Krankheit angesehen wird. Florian Götze und seine Frau Dominique, selber Ärztin, haben drei Söhne, die alle bei mir Fussball spielen, mit viel Talent und noch mehr Begeisterung. Sie, die Eltern natürlich und ihr Unternehmen wären eine Bereicherung für den Businessclub Loorenkopf.

Natürlich diskutierten wir kontrovers auch das leidige Thema „Corona“, das uns wohl noch einige Zeit beschäftigen wird, und das wir nicht allein lösen müssen oder föderalistisch, sondern nur solidarisch in den Griff bekommen, wenn überhaupt.

Von Corona hängt auch ab, ob wir die Einladung zu einer Besichtigung der EMPA im September-Anlass so durchführen können, dass alle Anmeldungen berücksichtigt werden können. Noch sind die Auflagen dort selbst sehr restriktiv. Bitte kümmert euch rechtzeitig um die Anmeldung. Aber kommt Zeit, kommt Rat, und es ist, wie es ist.

Loft Five an der Europa-Allee

Liebe Mitglieder, liebe Gäste

Sogar das Wetter meinte es gut mit uns. Aber es kam noch besser. Tolle Location das „Loft Five“, interessante Gäste, kompakte Gruppe an einer riesengrossen Tafel, guter Service, viele interessante Informationen, viel Neues und die Bestätigung, dass es auch nach Corona weitergeht. Ob im gleichen Tempo, in der gleichen Art, das wird sich noch weisen. Und ja, endlich konnte ich meinen Geburtstags-Apéro einlösen.

Unser Referent, heutige Hauptakt, Bernard Schuiteman, der neue Sportchef des Grasshopper Club Zürich, Holländer, ehemaliger Fussballer unter anderem in Holland, Deutschland, Österreich, dann jahrelang Scout und nun zum ersten Mal Sportchef, allerdings mit einem grossen Rucksack an Erfahrungen. Realistisch, aber mutig offensiv, skizzierte er die neue Philosophie, die Altlasten und die aktuellen Probleme, welche durch Corona auch nicht erleichtert wurden.

Stärkstes Merkmal seiner Philosophie ist die Forderung, dass die Profis arbeiten müssen, von morgens bis abends, wie es andere Berufsleute auch tun, vor allem jene, die Erfolg haben wollen. Talent ist wichtig, Fleiss und Disziplin noch wichtiger – so wenigstens würde ich das Gehörte interpretieren. Bernard Schuiteman hatte die Unternehmer unter uns, die leitenden Angestellten und interessierten Gäste schnell überzeugt. Er und seine Crew, sie alle wissen, es wird ein langer Weg, es wird ein harter Weg; und Altlasten müssen erst einmal entsorgt und nach den vielen Wechseln in der Führung neues Vertrauen aufgebaut werden.

Geld ist ja jetzt vorhanden, und wenn die jetzige Führung auch die notwendige Zeit bekommt, dann bin ich zuversichtlich. Allerdings sind die bisherigen Erfahrungen der Schweizer Clubs mit ausländischen Investoren, Aktionären überwiegend negativ. Aber wir wünschen Bernard Schuiteman das Glück des Tüchtigen. Am Freitag geht es ohne Publikum weiter mit der Challenge League, gegen Aarau, dann wissen wir auf jeden mehr. Auch die FCZ-Sympatisanten schlossen sich den guten Wünschen an.

Weitere Gäste, eine Schnupperin und zwei Schnupperer gaben uns die Ehre:
Peter Schepull, ehemaliger GC- und Servette- sowie 29-facher Schweizer Nationalspieler mit Berufslehre. Heute ist er in der Geschäftsleitung der „J.H. Kunz Bautreuhand AG“ www.kunzbautreuhand.ch) , würde gut zu uns passen.
Zu uns passen würde auch Marc Capeder, Geschäftsführer, Managing Director Facility Management bei Vebego AG (Studium an der Universität Zürich) und Corina Noventa (Jus-Studium an der Universität Zürich), ihres Zeichens, Rechtsanwältin und spezialisiert in Baurecht, Arbeitsrecht, Verwaltungsrecht (www.mme.ch) und auch sonst versiert, würde uns als Frau guttun und die Quote um nicht weniger als 100 % steigern.

Zu Besuch war wieder einmal unser ehemaliges Mitglied, Alfred Christen, wie auch unser Freimitglied, Walti Scheibli. Roberto Giustiniani, der Geschäftsführer der EO Knecht AG zeigte sich und natürlich viele weitere Mitglieder, die zu einem lebhaften Lunch beitrugen. Markus Segmüller (ehemaliger GC-Junior) liess es sich nicht nehmen, sich zu uns zu gesellen, mit uns zu speisen und zeigte seine Begeisterung und seine ungebrochene Verbundenheit mit GC, indem er Bernard Schuiteman versprach die 1. Mannschaft von GC im Falle eines Aufstieges einzuladen, und im Falle eines Nichtaufstieges – auch.

Wichtig:
Der Juli-Anlass, Besuch des „Innovations-Parkes“ in Dübendorf muss um eine Woche verschoben werden, vom 16.7.20 auf den 23.7.20, Uhrzeit 16.00h bleibt unverändert. Ivo und ich werden nächstens die Détails besprechen und rechtzeitig bekanntgeben. Bitte Agenda-Eintrag ändern. Vielleicht haben wir in der Ferienzeit etwas mehr Zeit, so dass wir den Beginn um 16.00 auch einhalten können. Die Anmeldung ist offen.

Weiterhin eine gute Zeit, bleibt gesund – und nicht ganz unwichtig, gute Geschäfte.

Freundliche Grüsse
Adi Noventa

1. Dinten Bau AG – Curling Trophy 2020

Jürg Nater als Skip mit seinem Team Beat Lindauer, Viktor Rosser, Heinz Tobler gewannen das packende Finale der „Dinten Bau AG – Curling Trophy“ gegen das Team von Skip Fredy Meyer (Noventa, Kevin Rötheli), Sponsor Ueli Dinten.

Die Firma gehört neu Enrico Sillari, der ebenfalls präsent war, sich aber wegen eines Termins etwas früher verabschieden musste.

Im Curling-Stübli,
Apéro, Lunch, Siegerehrung, Original-Cremeschnitte und aufgeräumte Stimmung. Dank an den Sponsor, Ueli Dinten; Dank an Enrico Sillari, der dafür besorgt war, dass der Pokal noch rechtzeitig am Bestimmungsort ankam, Dank an Berni Attinger (und sein Team), der sich in bester Form präsentierten, sei es auf dem Eis, wo er alle 4 Mannschaften coachte, sei es in der Küche oder mitten im Getümmel der heiteren Runde.

Vorankündigung:
Donnerstag, den 19.3.20
Gast bei Swisscom zum Thema „Tips & Tricks“ mit anschliessendem Besuch in einem Lokal mit einem neuen Gastro-Konzept (die Gruppe hat soeben den „Turm“ übernommen) Bitte rechtzeitig anmelden, es hat nur beschränkt Platz (für ein Mal keine externen Gäste)

Vor-Vorankündigung:
Aufgrund einer Anregung von Dieter Brecheis sind wir an der Vorbereitung eines Golfanlasses (Zürich, St.Gallen, Rheintal, Vorarlberg). Bitte um Rückmeldung, wer Golf spielt. Wir werden nächstens darüber und vor allem über den Termin beraten.

21. Ordentliche Generalversammlung im „Adlisberg“

Über 30 Personen im Tenn vom „Adlisberg“ traten an, um die 21. Ordentliche Generalversammlung zu zelebrieren. Was genau passierte, wird im Protokoll rapportiert, das allen Mitgliedern zugestellt wird.

Die Küchenbrigade zeigte sich in Hochform, der Geschäftsführer bewies sich auch technisch total versiert. Ich konnte pünktlich um 18.45 h die Anwesenden begrüssen und den 1. Höhepunkt einleiten, Albert de Rüegsegger, wurde ohne Gegenstimme zum Stimmenzähler gewählt. Er nahm die Wahl an, was dann auch schon seine letzte Aktion war, denn wir erreichten jedes Mal Einstimmigkeit.

Unter uns auch der Gastgeber, Markus Segmüller, zum Schluss sogar die Chefin, Daniela Segmüller, die sich zu uns gesellte.

Wir konnten von einem erfolgreichen, einem erfreulichen 2019 berichten und für 2020 einiges an Vielversprechendem ankündigen. Neben dem auf der Homepage ersichtlichen Jahresprogramm führen wir den Neumitglieder-Lunch am 13.2.2020 erneut durch. Der letzte erbrachte für uns immerhin 5 neue Mitglieder, was wir uns auch für die Wiederholung erhoffen.

Mit einem dieser Neumitglieder vom letzten Jahr, Claudio Deragisch, konnten wir unseren Vorstand erweitern, er übernimmt das Ressort MFA (Mädchen für alles). Ivo Leiss stellte ihn mit einer Kurzpräsentation vor. Mit ihm erhoffen wir uns Kontakte zu jüngeren Jahrgängen.

Zurzeit zählen wir 49 Mitglieder, 40 Voll- und 9 Private-Member. Wer den 50 acquiriert, erhält einen Dinner-Gutschein-für-Zwei im „Carlton“. In diesem Moment meldet sich der neu gewählte Stimmenzähler aus dem Hintergrund, der offensichtlich etwas unterbeschäftigt wirkte, mit dem Versprechen, dieses 50. Mitglied raschmöglichst zu präsentieren. Wir dankten per Akklamation.

Ganz schüchtern meldete sich dann einer der beiden Revisoren, dass sie bereit wären, weiter zu machen, falls sie gewählt würden. Ein tosender Applaus und Gelächter quittierten meine Unterlassung dieses Traktandums, und die Mitglieder waren bereit, die Korrektheit trotzdem zu akzeptieren.

Nun, wir hatten aber durchgehend durchaus auch Ernsthaftigkeit und Effizienz, was durch ein gelungenes Nachtessen belohnt wurde. Da wir früh anfingen, beschlossen wir den Abend auch nicht allzu spät, trotz ausreichendem Zusammenhöckeln in unterschiedlichen Zusammensetzungen.

Das Protokoll wird den Mitgliedern persönlich zugestellt. So wie wir Bernadette Wuttke kennen, wird das nicht lange dauern.

Ciao Tony, adios „Turm“ und welcome 2020

Also Tony wird nicht auswandern, auch nicht in Rente gehen. Er gibt den „Turm“ und das „Triibhuus“ auf, wird aber der Gastronomie treu bleiben. Ein Restaurant in Schlieren wartet auf ihn. Ich halte euch zum gegebenen Zeitpunkt auf dem Laufenden.

Lunch vom 12.12.19
mit vielen Mitgliedern und illustren Gästen, als sich der Businessclub Loorenkopf vom jahrelangen Mitglied und Gastgeber, Tony Navarro und von seinem Restaurant Turm verabschiedeten:

Fredy Bickel,
Sportchef des Grasshopper Club Zürich, zurück aus Wien mit vielen neuen Erfahrungen in seinem Rucksack, eigentlich am Anfang, wo alles begann, beim Rekordmeister.

Riccardo Cabanas,
erfolgreicher Captain vom GCZ und heute Student der Geschichte und der spanischen Literatur, eine echte Legende des Clubs, der wirklich bessere Zeiten gesehen hat.

Robin Walz,
Spieler des FC Witikon und Student der Politikwissenschaften, Trainer, Betreuer und Technischer Leiter der Kinderfussball-Abteilung G – D

Ich brachte die Unterhaltung mittels Fussball auf die Schiene der Intelligenz und konnte mit den 3 Gästen überzeugende Beweise erbringen. Fussball und Intelligenz ist an sich ein kontroverses Thema – war es bis eben diesem Lunch, denn jetzt wissen es alle besser, also wenigstens alle Teilnehmer dieses legendären und letzten Lunches bei Tony.

Fredy Bickel erzählte aus seinem Leben, seinem Werdegang und von der bisher schwierigsten und gemäss seinen Worten interessantesten Aufgabe, die Ordnung, Wiederbelebung von GCZ. Er wurde von spannenden Fragen gelöchert und beantwortete sie ehrlich, packend und sehr aufschlussreich sowie intelligent. Nicht alles, was er uns anvertraute, möchte ich hier wiedergeben.

Riccardo Cabanas liess uns wissen, was er nach seiner ungewöhnlich erfolgreichen Karriere, die ihn auch nach Frankreich (Guingamp) und Deutschland (Köln) geführt hatte, heute im Leben umtreibt: Es ist seine Familie, die Matura, die er nachholte und das Studium der erwähnten Fachrichtungen sowie sein Engagement im Kinderfussball in Brüttisellen.

Mit Robin Walz bewiesen wir, dass unsere Unterstützung des FC Witikon, dessen Nachwuchsabteilung, genau dieses gewollte Resultat zeitigt – ein Nachwuchsspieler, der sich neben Sport und Freunden auch der Betreuung von Kindern und Jugendlichen widmet und etwas zurück gibt, das er selber ebenfalls bekommen hat. Wer es richten konnte, blieb noch nach dem Ende des Anlasses etwas sitzen und hörte den privaten Bemerkungen unserer Gäste zu.

Der BCL dankt allen Mitgliedern für ihren Beitrag im 2019, wünscht frohe Festtage, ein paar erholsame Stunden und dann einen guten Rutsch in ein gesundes 2020.

Adi Noventa, der Tätschmeister

Ein weiteres Meisterwerk von Kurt

Geschätzte Mitglieder, liebe Gäste

Die Zutaten waren exzellent: Ein Traumweinkeller, Kurts Traum, unser Genuss; eine aufgekratzte Gesellschaft mit Freunden und langjährigen Begleitern, ein tadelloser Service (Susi, Aline, Priska), bestes Fleisch vom Metzger Lehmann für das „Chinoise“, Saucen am Tag noch von Susi zubereitet, und dann zum Schluss die Crèmeschnitte von Berni Attinger, von ihm selber gemacht und geliefert. Und der Höhepunkt, pünktlich um 20.39 h Barbara Felicitas Marin & Timm de Jong (www.barbara-felicitas-marin.de) Klassik, Operette und Trinklieder, ein Augen- und Ohrenschmaus. Dank an die Sponsoren Bruno Küng, Albert Rüegsegger, Heinz Baumberger und natürlich auch Kurt.

Apropos, Sponsoren, Henriette und ich lieferten die Tischdeko, die wir erst am Schluss für den Hausgebrauch verteilten, selbstgemachte Konfitüre, natürlich nicht von uns, sondern von „Zmorgefreud“ Konfitüre zu jeder Jahreszeit, einem Start-Up von Kantonsschülern (FC Witikon Junior, Andreas Wirth, Sohn unseres Mitgliedes Thomas & Sophie Wirth), mehr darüber www.zmorgefreud.com.

Kurt liess es sich dann nicht nehmen, sein Füllhorn über uns auszuschütten, er beschenkte die Sponsoren, er beschenkte die Mitglieder unseres Vorstandes mit feinen Tröpfchen, die in seinem Keller zur Blüte gereift sind.

Es gab also verschiedene Höhepunkte, einer davon sicher auch die genau bebilderte Entstehungsgeschichte des Traumweinkellers moderiert durch unseren Gastgeber. Wie könnte man so einen Anlass toppen? Höchstens, wenn die technische Demonstration des direkten Einscannens der Jahresdaten für 2020 trotz Verbindungsproblemen im Keller trotzdem für alle Geräte und Marken, funktionierte. Dazu mehr im persönlichen Email an die Mitglieder.

No news are good news; wir haben nichts gehört, dass jemand den Heimweg nicht gesund und in Time gefunden haben könnte.

Wo sind all die Photos? Wie können wir sie auf unsere Homepage bringen? Bitte notiert euch die Daten. Unser letzter Anlass im 2019 am 12.12.19. Lunch.

Danke, Kurt & Susi & Aline & Priska

Tony’s Abschied vom „Triibhuus“

Man kann es sich eigentlich gar nicht vorstellen, dass Tony nach fast 20 Jahren nicht mehr im Triibhuus sein „Unwesen“ treiben sollte, aber es ist so, genau wie er auch nach dem Sechseläuten 2020 im „Turm“ aufhören wird.

Aber Tony wäre nicht Tony, wenn er nicht schon neue Pläne hätte. In Schlieren, an bester Lage, ziemlich gross, Mittelmeer, südländische Kost, dazu Pizza, da der Ofen schon bereit steht.

Tony an diesem Abend ruhig, in sich gekehrt, an zwei Krücken gehend, legte noch einmal alles auf, was seine Küche zu bieten hatte. Dazu kredenzte er die ganze Pracht, die Spanien mit seinen Weinen berühmt und beliebt gemacht hat.

Informativ, tiefgründig, einfach professionell ritzte er die Geschichte der spanischen Weine und deren Entwicklung an, und er verliess uns trotz grossem Besuch im „Grossen Triibhuus“ keine Minute.

Wie erwähnt, ich kann mir das „Triibhuus“ noch nicht ohne Tony vorstellen, denn ich habe beide nur gemeinsam kennengelertn und genossen. Und vor allem am Abend, bei Dunkelheit entfaltet das Lokal eine Stimmung, die auch Nicht-Romantiker berührt lässt.

Segantini, Bugatti und der Businessclub Loorenkopf

Manchmal gehen die Netzwerke des Lebens seltsame Wege. Und wenn sie sich kreuzen, entsteht oft Gutes daraus. So geschehen bei unserem August-Lunch im Adlisberg. Vor mehr als 40 Jahren hatten sich die Wege von Gioconda Segantini, der Enkelin des grossen Malers, und die unseres Mitglieds Dieter Brecheis zum ersten Mal gekreuzt. Im letzten Sommer sind sich beide zufällig im Bergell erneut begegnet. Ergebnis: Bei unserem August-Lunch hatten mehr als 20 Kunstsinnige und Kulturinteressierte beiderlei Geschlechts – unter ihnen auch mein Gast, der bekannte Filmkritiker Alex Oberholzer – die einmalige Gelegenheit, für unter 50 Franken ein handsigniertes Kunstwerk von Segantini mit nach Hause zu nehmen. Denn an diesem Anlass stellte uns Gioconda Segantini die von ihr verfasste Biografie über ihren Grossvater vor: „Kunst und Liebe besiegen die Zeit“. Aus mehr als 5.000 ererbten Dokumenten und Briefen hat sie ein Bild Segantinis gezeichnet, das in einigen Punkten doch ganz anders aussieht als jenes, welches allgemein verbreitet ist. Die quirlig- energiegeladene Gioconda ging dabei mit soviel Verve zu Werke, dass sich einige fragten, ob sie denn tatsächlich die Enkelin oder nicht doch die Urenkelin sei. Ihnen sei versichert: Gioconda ist junge 78 Jahre, und weil ihr Vater Gottardo erst in höherem Alter ans Kinderkriegen dachte, geht die Altersrechnung auf. Übrigens war Gottardo selbst Maler. Inzwischen werden seine Bilder im zwei- und dreistelligen Tausender-Bereich verkauft. Lieber sind dem provisionsbewussten Galeristen aber wahrscheinlich dann doch die Bilder Giovannis, für die inzwischen Millionen geboten werden. Dabei war Giovanni Segantini seit seinem 7. Lebensjahr ein sans papiers: Als österreichischer Staatsbürger geboren kam er früh in die Obhut seiner italienischen Stiefschwester, die davon alles andere als begeistert war und den Entzug dieser Staatsbürgerschaft beantragte, um Giovanni ins Heim geben zu können. Die Österreicher gaben dem Antrag statt, die Italiener aber keine neue Staatsbürgerschaft für Giovanni her – ein Grund mehr, warum er mit seiner geliebten „Bice“ – Luigia – Bugatti unverheiratet, aber in grosser Liebe und Zuneigung zueinander bis an sein frühes Ende lebte. Bice war übrigens die Schwester des Mailänder Möbeldesigners Carlo Bugatti, mit dem Segantini befreundet war. Und sie war die Tante von Ettore Bugatti, dem Mann der superschnellen Sportwagen. Deshalb waren wir alle leicht verwundert, dass Gioconda einen dicken Wälzer mitgebracht hatte, mit dem eine andere Ikone schneller und superteurer Autos ihr 100-jähriges Bestehen feierte: Bentley. Der Grund dafür lag darin, dass Gioconda neben Ausstellungen, Führungen im Segantini-Museum und der Chiesa Bianca in Maloja sowie dem Verfassen ihres Buchs auch noch Zeit gefunden hatte, zusammen mit der Parfumeurin Beate Nagel einen Duft aus rein pflanzlichen Rohstoffen zu kreieren: Luce di Segantini gibt es nur in Kleinstauflagen von 50 bis 60 Flakons im Jahr zu entsprechend hohen Preisen. Und da boten die Macher des Bentley-Jubiläumsbuch den entsprechenden Rahmen für die Präsentation. Unser Rahmen war zwar doch etwas näher am Median des Volkseinkommens, konnte sich aber ebenfalls sehen – und schmecken! – lassen: Markus Segmüller und sein Team sorgten für Gaumenfreuden aller Art und ein Umfeld, das auch einem Segantini gefallen hätte. Seine Enkelin hatte sich jedenfalls sehr wohl gefühlt mit uns – und wir uns mit ihr.