Schaukäserei Einsiedeln oder der erste eigene Käse


Wie der Schweizer Exportschlager volkswirtschaftlich einzuordnen ist, haben wir nicht besprochen, aber dass der Schweizer 22 kg Käse vertilgt – im Jahr. Hans unser Lehrmeister zeigte uns aber, wie wir unseren eigenen Käse, ein Einsiedler Mutschli produzieren. Die Milch stand schon bereit, Laab und Kulturen zugefügt. Wir pflügten, rührten, brachen die sich verdickende Flüssigkeit, warteten und warteten; hoben dann die Masse aus dem grossen Kupfertopf, brachten diese in Fassung und portionierten sie und pressten sie in die endliche Form. Dazwischen wurden Fragen beantwortet und sich witzig unterhalten. Ich habe im „Facebook“ übrigens ein paar Minuten aufgenommen.

In einem Monat werde ich die Mutschlis selber abholen und sie zum nächsten Treffen in den „Adlisberg“ mitnehmen und jedem Produzenten persönlich überreichen. Die anderen werden schön Augen machen.

Pünktlich dort gewesen, weil pünktlich überall abgefahren und wieder zu christlicher Stunde zu Hause. Bäuchlein voll von einem feinen Einsiedler Fondue und ebenfalls voll ein kleiner Plastiksack, gefüllt mit den Erzeugnissen der Schaukäserei, die im betriebseigenen Shop feilgeboten werden. Also, einmal in der Gegend würde sich ein Besuch dort lohnen; ebenso ein Ausflug mit dem eigenen „Geschäft“.

Die Jubiläums-Generalversammlung 2019

Das Carlton an der Bahnhofstrasse 41 war genau der richtige Rahmen. Das heisst, es begann im Weinkeller, der Begrüssungs-Apéro, die „Weinsensorik“, in welche uns Gastgeber, Markus Segmüller einführte, und dann auch die GV, wie erwähnt die Spezielle, die 20.


Das Protokoll informiert über die Sachlage, auch dass die Jubiläums-Generalversammlung mit einer Ehrung endete. Der Gründungspräsident, Initiant und immer noch Präsident, soll es zwar weiterhin bleiben, aber nun ist er Ehrenpräsident auf Lebenszeit.


Es sah gar nicht danach aus, als der Vizepräsident, Ivo Leiss, unter Varia das Wort erneut ergriff. Der Geehrte war gerührt, die Mitglieder begeistert, und in dieser Stimmung begab man sich einen Stock höher eben ins „Carlton“, wo wir in edlem Rahmen einem eher etwas bescheidenerem Nachtessen frönten, das eher zum Keller gepasst hätte. Aber es waren eine rekordverdächtige Anzahl von Mitgliedern anwesend, so dass man auf das Restaurant im Erdgeschoss ausweichen musste.